Kaller Herbstschau soll nicht verboten werden

20 Sep
2018
Bild_April 2018_2 klein

Im ganzen Kreis Euskirchen stehen derzeit die Sonntagsöffnungen auf dem Prüfstand. Diese Diskussion erreicht nun auch die Gemeinde Kall, was vor allem die für den 30. September geplante Kaller Herbstschau betrifft.

Emmanuel Kunz, Vorsitzender der Kaller SPD: „Die Herbstschau gehört zu Kall und hat einen festen Platz im Veranstaltungskalender der Gemeinde. Sie ist dabei keine Verkaufsshow, sondern hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einem bunten Treiben für Jung und Alt mit Volksfestcharakter entwickelt.“ Die SPD teilt daher Bedenken daran, dass diese Veranstaltung gegen gesetzliche Regelungen zur Sonntagsöffnung verstößt, ausdrücklich nicht.

„Auch als SPD haben wir jedes Jahr einen Infostand – bei dem wir in diesem Jahr die Beitragsfreiheit für Kindergärten in den Blick nehmen wollen. Dazu werden Unterschriftenlisten bereitliegen, in die sich die Bürger eintragen können“, so Kunz weiter.

Gleichzeitig weist die SPD aber auch pauschale Kritik an der berechtigten Vertretung von Arbeitnehmerinteressen und dem Vorgehen von verdi zurück. Kunz: „Problembereiter hier ist doch nicht verdi, welche für mehr freie Sonntage für Arbeitnehmer kämpft, sondern das neue Landenöffnungsgesetz der schwarz-gelben Landesregierung. Dies hat landesweit zu mehr Rechtsunsicherheit geführt und sich dadurch zu einer echten Belastung für Kommunen entwickelt.“

Der Gemeinderat hat sich in seiner jüngsten Sitzung konstruktiv mit den erhobenen Einwänden auseinandergesetzt und eine Stellungnahme dazu abgegeben, die parteiübergreifend unterstützt wird.

SPD Kall
author