SPD kritisiert Rekordverschuldung in Kall

26 Dez
2016
Karl Vermöhlen

Kall. „Die Defizite der Gemeinde Kall gehen nach oben“, mahnt Karl Vermöhlen, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, in seiner diesjährigen Haushaltsrede. Die Schulden der Gemeinde hätten dabei ein Rekordhoch erreicht.

Vermöhlen: „Aus den noch im letzten Jahr für 2017 geplanten 447.000 Euro Haushaltsdefizit wurden im ursprünglichen Entwurf des Bürgermeisters 1.143.162 Euro. Das sind 2,5 mal mehr Defizit als vor einem Jahr geplant.“ Betrachte man die Summe aller Verbindlichkeiten, so müsse man feststellen, dass diese noch am 31.12.2015 – also vor gut einem Jahr – 33,456 Millionen Euro betragen haben. Am 1. Januar 2017 – und damit innerhalb von 100 Wochen – werden sie allerdings bereits auf 42,552 Millionen Euro angestiegen sein. Das macht eine Pro-Kopf-Verschuldung von 3790 Euro je Bürger/in (Vergleich 31.12.2015: 2790 Euro Bürger/in).

Karl Vermöhlen: „Der berühmten „Schwäbischen Hausfrau“ würde angst und bange!“ Die SPD werde daher ihren Kurs der Haushaltskonsolidierung fortsetzen und wie in der Vergangenheit Vorschläge für Haushaltsverbesserungen machen.

 

Enticklung der Verbindlichkeiten in der Gemeinde Kall:

  • Am 31.12.2015: 456 Mio, das sind 2979 €uro/BürgerIn
  • Am 1.2017 – also in 10 Tagen – und damit innerhalb von 100 Wochen – stieg dies an auf 42.552 Mio, das sind 3790 €uro/BürgerIn
  • Ende 2017 ist ein Anstieg auf fast 45 Mio geplant – genau 4004 €uro/BürgerIn

 

In eigener Sache: Bürgermeister Herbert Radermacher hat in der Presse diese Entwicklung angezweifelt. Seine Zweifel hätten durch einen Blick in seinen eigenen Haushalt ausgeräumt werden können: Die von der SPD vorgelegten Zahlen sind (leider!!!) keine Erfindung, sondern bittere Realität, wie sie auch im Haushalt nachgelesen werden kann.  (Vgl. S. 538 bzw. 542 Haushalt 2017 Kall).

Wir meinen: Die Augen vor der Realität verschließen, löst keine Probleme, Herr Bürgermeister!

 

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