Sicherheit im Fokus: SPD diskutiert mit ehemaligem Chef der Polizeigewerkschaft

08 Mai
2019
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Auf Einladung der SPD war Adi Plickert, ehemaliger Vorsitzender der Polizeigewerkschaft in NRW, zu Gast im Kreis Euskirchen. An besonders kriminalitätsanfälligen Orten im Kreisgebiet zeigte er aus seiner über 40-jährigen Diensterfahrung in der Kriminalitätsbekämpfung mögliche Verbesserungen auf.
„Damit der öffentliche Raum nicht zum Schauplatz von Straftaten wird, ist eine hohe soziale Kontrolle besonders wichtig“, so Plickert. Besonders Parks, öffentliche Plätze und Bahnhöfe müssten daher einsehbar sein, weshalb er beispielsweise hohen Hecken an diesen Stellen eine Absage erteilte. Außerdem gehe es darum, diese Orte für verschiedene Bevölkerungsgruppen attraktiv zu machen. Plickert: „Klare Aufteilungen und ein sauberes Bild verhindern, dass ein  Ort zum Sammelpunkt zwielichtiger Gestalten wird.“
Der Golbacher Kreistagsabgeordnete Emmanuel Kunz, der auch Mitglied im Polizeibeirat des Kreis Euskirchen ist, brachte dabei auch die Situation am Kaller Bahnhof nochmal zur Sprache. „Wir müssen verhindern, dass der Bahnhof in Kall zum Einfallstor für Kriminalität im Südkreis wird. Es sind leider oft die gleichen Personen, die dort für ein ungutes Sicherheitsgefühl bei Bahnfahrern sorgen.“ Mit der geplanten Umgestaltung des Bahnhofs wäre man dabei schon mal einen wichtigen Schritt weiter. „Insbesondere die Bahnhofsunterführung muss einsehbar werden“, fordert Kunz.
Doch eine Verdrängung bestimmter Personen vom Bahnhof alleine sei für ihn keine Lösung. „Es darf uns doch nicht um eine Verdrängung, sondern um eine Lösung von Problemen gehen. Dafür brauchen wir eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Ordnungsamt und Sozialarbeit“, so Kunz weiter. 

SPD Kall
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